Perro de Agua Español

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Immer wieder wurde in der Vergangenheit behauptet, der Perro de Agua Español sei besonders allergikerfreundlich, weil er nicht haart. Ähnliche Eigenschaften wurden auch anderen Lockenmonstern nachgesagt, wie dem allseits bekannten und beliebten "Obama-Hund" oder solch angesagten Mischlingen wie "Labradoodle" & Co. 

Daß der Perro de Agua Español nicht (oder kaum) haart, stimmt - allenfalls reißt er sich mal die eine oder andere Locke aus, wenn diese stark verfilzt ist oder beim Versuch, Kletten oder ähnliche Ärgernisse zu entfernen. Allerdings sollte dies keinesfalls zu der Annahme veranlassen, ein Perro würde keinen Schmutz mitbringen - in die langen Locken passen jede Menge Sand, Steinchen, kleine Stöckchen und ähnliches mehr.

Ins Reich der Mythen und Legenden gehört jedoch die Behauptung der besonderen Allergikerfreundlichkeit. Mittlerweile ist wissenschaftlich eindeutig belegt, daß es für die Frage der Allergieauslösung bei sensiblen Menschen ausschließlich auf das jeweilige Individuum ankommt.

Bei Hunden wurden bislang sechs verschiedene Allergene (Can f1 - Can f6) entdeckt, die überwiegend in Hautschuppen oder Speichel vorkommen und so beim Kontakt auf den Menschen übertragen werden. Die meisten dieser Allergene ähneln Allergenen, die auch bei anderen Säugetieren, wie z.B. Katzen oder Pferden, vorkommen, was auch die Reaktion betroffener Menschen auf unterschiedliche Tierarten erklärt. Lediglich ein Allergen kommt ausschließlich im Urin von unkastrierten Rüden vor. Vollkommen unabhängig von der Rassezugehörigkeit kann der einzelne Hund eines oder mehrere Allergene in sich tragen und damit ausscheiden - oder auch nicht.

Ein schwedisches Forschungsinstitut hat einen Test entwickelt, mit dem sehr einfach das Ausscheiden von Allergenen eines Hundes festgestellt werden kann. Hierfür reichen eine Speichel- und eine Haarprobe. Derzeit wird dort auch an der Entwicklung eines Allergietests für betroffene Menschen gearbeitet, der die Reaktion auf die einzelnen Hunde-Allergene feststellen kann. Sobald dieser vorliegt, kann durch Test sowohl des betroffenen Menschen als auch des jeweiligen Hundes rechtzeitig festgestellt werden, ob beide miteinander leben können. Eine Garantie ist jedoch auch das nicht, da sich Allergien bei Menschen weiter entwickeln können und auch die Entdeckung weiterer (bislang unbekannter) Hunde-Allergene keineswegs ausgeschlossen ist.

Wichtig ist aber vor allem, dass man sich einen Perro als zukünftiges Familienmitglied nicht nur aussucht, weil man auf ihn nicht allergisch reagiert. Man sollte sich vorab auch gut über sein Wesen informieren und überlegen, ob sein Charakter auch zu den Lebensumständen und Vorstellungen passt. Die eigene Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Perro de Agua Español lehrt, daß sie Allergiker ganz genauso anbellen wie Nicht-Allergiker.